Galapagos Insel Santiago

Galapagos Insel Santiago

Die Insel Santiago auf einen Blick

Fläche:

585 km²

Höchster Punkt:

Cerro Cowan: 920 m

Bevölkerung:

unbewohnt

Anreisemöglichkeiten:

Kreuzfahrtschiff

Wichtige Tiere und Pflanzen:

Seelöwen, Meerechsen, Landleguane, Reisratten, Rote Klippenkrabben, Delfine, Lavaechse, Galapagos-Pinguine, Darwinfinken, u.v.m.

Karte von Galapagos mit Fokus auf Santiago

Allgemeine Informationen

Santiago ist die viertgrößte Galapagos Insel und liegt etwas nördlich zwischen Isabela und Santa Cruz. Im Nordwesten dominiert der Vulkan mit einigen anderen kleineren Vulkankegeln.

Ihr englischer Name James Island bezieht sich auf König James II von England. Die Insel war ein beliebter Anlaufpunkt für Piraten und Walfänger, die hier die Schildkröten jagten um ihr Fleisch und Fett zu nutzen aber auch Holz sammelten und Wasser aufnahmen. Darwin kam am 5. Oktober 1835 auf der Insel an. Die Spanier zeigten ihm eine Salzmine, die später – einmal um 1920 und dann um 1960 – von verschiedenen Unternehmen zum Salzabbau genutzt wurde. Im Zuge des Bergbaus wurden in Puerto Egas an der Küste einige Straßen und Häuser gebaut, eine richtige Besiedlung scheiterte allerdings.

Die natürliche Ökologie von Santiago wurde um 1800 und in den frühen 1900er Jahren stark beeinträchtigt, als Ziegen, Schweine und Esel eingeführt wurden. Ziegen waren insofern problematisch, da sie Lebensraum zerstörten und mit heimischen Pflanzenfressern wie den Riesenschildkröten um Nahrung konkurrierten. Schweine waren eine Bedrohung für Nester, Eier und Jungtiere und Esel zerstörten die Opuntia-Kakteen. Dank des sogenannten Projekt Isabela wurden diese drei Arten bis 2006 vollständig auf Santiago ausgerottet und das Ökosystem kann sich langsam erholen. Über 180 Jahre waren die Landleguane auf Santiago vollständig verschwunden. Dass es welche gab, geht aus Aufzeichnungen von Charles Darwin hervor. Im Jahr 2019 wurden 1436 Landleguane aus North Seymour eingeführt. Dort war die Population inzwischen auf über 5000 Individuen angewachsen, was zunehmend zu Nahrungsknappheit führte.

Santiago ist Bestandteil vieler Kreuzfahrten ,zum Beispiel mit dem Katamaran Ocean Spray, der Yacht Galaxy, dem Katamaran Seaman Journey und dem Schiff Santa Cruz. Wir suchen gern die passende Route für Sie aus.

Die wichtigsten Besucherorte

Puerto Egas

Das Hochland von Santa Cruz wird oftmals schon besucht, wenn Sie im Rahmen eines Inselhoppings oder einer Kreuzfahrt von Baltra nach Puerto Ayora gefahren werden, denn es liegt direkt auf dem Weg. In den verschiedenen Ranchos können Galapagos Riesenschildkröten in ihrer natürlichen Umgebung beobachtet werden. Die riesigen Tiere streifen langsam durch die Felder und Wiesen und manchmal sogar entlang der Straße. Auch für Vogelbeobachter ist das Hochland eine interessante Umgebung: hier kann man mit etwas Glück Darwinfinken, Goldwaldsänger, Rubintyrannen und viele mehr entdecken. Die Vegetation ist geprägt durch Miconia und Scalesia. Viele Teile des Hochlands werden heute landwirtschaftlich genutzt

Ebenfalls im Hochland sind die sogenannten Zwillingskrater zu finden. Dabei handelt es sich um zwei eingefallene Calderas, die durch den Einsturz von Magmakammern entstanden sind. Besucher können am Rand der Krater entlangwandern.

Eindrucksvoll und unvergesslich ist auch ein Besuch der Lavatunnel bei Santa Rosa. Sie sind entstanden durch Lava, die an der Außenfläche abkühlte und erstarrte, im Inneren aber weiterfloss und diese Röhren hinterließ. Mit Taschenlampen und am besten einem lokalen Führer können diese bis zu 2 km langen Tunnelsysteme heute erkundet werden.

Bei einem Besuch des Hochlandes sollten Sie eine Regenjacke und festes Schuhwerk dabeihaben.

Buccaneer Cove

Die Piratenbucht bietet eine beeindruckende Felskulisse. Sie war während der letzten Jahrhunderte eine wichtiger Ankerpunkt für Seeräuber und Walfänger. Einige der Felsformationen sind so bizarr, dass sie ihnen sogar Namen gegeben wurden wie „The Monk“ oder „The Elephant“. Während Sie mit dem Boot daran vorbeifahren, können Sie unzählige Meeresvögel auf den Felsen beobachten, die hier auch nisten. Am rötlichen Strand können Sie spazieren gehen und dabei Seelöwen begegnen. Beim Schnorcheln im Wasser oder während einer Fahrt mit dem Glasbodenboot erleben Sie die vielfältige Unterwasserwelt hautnah.

Sullivan Bay

Die Sullivan Bay im Osten von Santiago ist vor allem geologisch sehr interessant. Es erwartet Sie eine mondähnliche Lavalandschaft mit nur karger dafür umso beeindruckender Vegetation. Die jüngsten Pahoehoe Lavaströme, über die Sie wandern, sind erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden. Sie sind nahezu schwarz mit einigen Spalten und spannenden Strukturen und kleinen bizarr geformten Kegeln. Sie können weiter ins Landesinnere wandern, wo die Lava älter wird und rötliche Tuffkegel aus der Landschaft ragen. Hier und da kämpfen sich junge Molluga-Pflanzen durch die Felsspalten um die Landschaft wieder zu begrünen.

In Wassernähe können Sie Krebse, Kanadareiher und Austernfischer beobachten. Im Sand des kleinen Strandes nisten zuweilen Meeresschildkröten.

Die Bucht bietet einen herrlichen Panoramablick auf Bartolomé mit dem Pinnacle Rock.

Chinese Hat

Chinese Hat ist eine kleine, direkt der südöstlichen Küste Santiagos vorgelagerte Insel. Genauer gesagt, handelt es sich um einen etwa 52 m hohen Vulkankegel. Es gibt einen etwa 400 m langen Weg an der Westküste der Insel, der entlang von Lava- und Sprühkegeln führt. Auf dem Weg werden Ihnen sicher Seelöwen und Meerechsen begegnen.

Der etwa 200 m breite aber recht tiefe Kanal zwischen Santiago und Chinese Hat ist ideal zum Schnorcheln. Hier findet man im Wasser Haie, Seelöwen, Rochenarten, Pinguine und bunte tropische Fische. Auch auf den Felsen am Ufer von Santiago ist es wahrscheinlich Pinguine stehen zu sehen.