Heute schreibt sie von ihrem Ausflug in eine ganz andere Klimazone – hinaus aus dem Hochland und hinein in den Regenwald von Ecuador:
Fahrt nach Tena – der Weg ist das Ziel
Wir sind in der Sierra mit kühlen Temperaturen und Regenschauern gestartet. Erst ging es hoch in die Berge durch den eindrucksvollen Páramo. Oben am Pass hat man sogar ein bisschen Schnee liegen sehen. Nach etwa zwei Stunden ging es dann schon abwärts in Richtung Regenwald.
Demnach hat sich auch die Landschaft und das Klima enorm verändert. Die Berge um mich herum waren nicht mehr mit kleinen, kargen Pflanzen bewachsen, wie im Páramo üblich, sondern über und über mit tropischen Bäumen und Büschen. Wasserfälle strömten von den Bergen hinab ins Tal und durch die offenen Fenster drang die warme, feuchte Luft herein. Ich hörte Vögel und Affen kreischen, sozusagen das komplette Dschungelfeeling, wie man es sich vorstellt. Meinen dicken Pulli und die Jacke konnte ich jedenfalls erst mal ausziehen. In Tena angekommen, immer noch total geflasht von dieser ereignisreichen Fahrt, fühlte ich mich richtig gut. Endlich tropisches Klima, die Sonne schien und man konnte ohne Probleme mit kurzer Hose und in T-shirt herumlaufen – das tat gut!
Typisches Essen im Regenwald
Mittlerweile war es Mittagszeit geworden und wir hatten beide großen Hunger. Astrid, die vor Quito auch schon einige Zeit im Regenwald gelebt hat, führte mich in ein Restaurant, wo ein typisch traditionelles Essen für den Oriente serviert wird – Maito de tilapia. Das ist Fisch, der erst in Blätter des Yaki-Panga eingewickelt und dann auf dem Grill gegart wird. Der Fisch bleibt schön saftig und wird gleichzeitig mit den schmackhaften Säften der Blätter gewürzt. Dazu wird Yuka, das Grundnahrungsmittel im Regenwald, gekochte Wurzeln der Pflanze Manoik, und Palmenherz, der essbare Teil vom Stamm der Palme, gereicht.
Alle drei waren ganz neue Geschmäcker für mich, aber ich war begeistert, das hat wirklich sehr gut geschmeckt und bei den Temperaturen war es auch genau das Richtige.
Tena und Umgebung
Höhlentour bei Archidoma
Ein Abenteuer mit Dschungelfeeling
Ein wirklich toller Ausflug – ich wäre gern noch ein paar Tage länger geblieben!“
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