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Cueva de los Tayos – ein unvergessliches Erlebnis

Cueva de los Tayos – ein unvergessliches Erlebnis

Ankunft in der Cueva de los Tayos

Am 21. Mai 2021 begannen wir unsere Reise zur berühmten Cueva de los Tayos. An diesem Morgen waren wir wahnsinnig aufgeregt, weil wir nicht wussten, was uns erwarten würde. Die Cueva de los Tayos liegt in der Provinz Morona Santiago des Kantons Limón Indanza, die etwa 3 Autostunden von Quito entfernt ist. Deshalb reisten wir einen Tag früher an, um an unserem ersten Tag keine Zeit zu verlieren. Am Abend wurden wir bereits vom Team der Guides empfangen. Alle waren aufgeschlossen, freundlich und wirkten sehr erfahren. Wir fühlten uns sofort wohl und in guten Händen! Sie zeigten uns die genaue Route auf einer topographischen Karte. Zudem wiesen uns in die Handhabung der Ausrüstung ein, die wir benutzen würden. Dann war es Zeit, sich auszuruhen, um Energie für unsere bevorstehende Expedition zu sammeln.

Das Abenteuer kann beginnen ...

Der nächste Morgen begann mit einem reichhaltigen Frühstück um 07:30 Uhr in der Stadt Limón. Danach gingen wir in die Agentur, um die letzten Vorbereitungen zu treffen. Dann war es auch schon Zeit, zur Yukiantza-Gemeinde aufzubrechen. Zwei Stunden später, um 11.00 Uhr, kamen wir mit dem Taxi an. Wir stiegen in ein Motorkanu, mit dem wir auf dem sogenannten „Namangoza-Fluss“ fuhren.

Bootsfahrt zur Cueva de los Tayos

Die Aussicht von dem charmanten Boot aus war einfach fantastisch! Wir fuhren durch einen Canyon, von dem aus man riesige Wasserfälle sehen konnte. Als wir in La Puntilla ankamen, wurden wir von der Gemeinde Kuankus mit einem warmen Mittagessen empfangen. Es bestand aus einer Gürteltierbrühe – ja, ihr habt richtig gelesen! Gürteltier ist ein fester Bestandteil der ecuadorianischen Küche. Auf den ersten Blick mag es einem vielleicht etwas seltsam vorkommen, aber es schmeckt tatsächlich nicht viel anderes als die gewöhnlichen Fleischsorten. Wenn Sie ein Fleischliebhaber sind, wird es Ihnen sicher schmecken.

Unsere Reise ging mit dem Kanu auf dem Coangos-Fluss weiter, wo sich uns der Shuar-Führer anschloss. Er begleitete uns und wir wanderten etwa 2 Stunden lang auf dem Pfad, was die perfekte Abwechslung zum Flusserlebnis war. Anschließend erreichten wir das Haus der Tiwiram-Wamputsar-Familie. Hier konnten wir uns ein wenig entspannen, was nach unserer Wanderung auch dringend nötig war. Am Nachmittag befestigten wir zusammen mit unserem Höhlenführer die Seile, Karabiner und Anker, die für den Abstieg zu den Tayos-Höhlen am nächsten Tag benötigt wurden. So konnten wir mit gutem Gewissen schlafen gehen, da alles für den nächsten Tag perfekt vorbereitet war.

Abstieg zur Tayos-Höhle

Eingang zur Tayos Höhle

Nach dem Frühstück am nächsten Morgen war es Zeit für unsere erste traditionelle Shuar-Zeremonie. Für diejenigen unter euch, die noch nie davon gehört haben – es ist eine Art Heilungszeremonie, ähnlich einer Meditation, die für kommende Herausforderungen stärkt, was in unserem Fall der Abstieg zur Tayos-Höhle war. Von unserem Nachtquartier aus waren es nur 15 Minuten Fußweg bis zum Eingang.

Dort angekommen, wurde die gesamte Ausrüstung noch einmal überprüft, um sicherzustellen, dass sie fest und sicher ist. Außerdem hatten wir die Gelegenheit, einen Abstieg an einer kleinen Wand zu üben, wodurch wir uns wieder gut vorbereitet fühlten und schließlich für das Abenteuer bereit waren. Die Abseilstelle hat eine Höhe von 50 Metern, und glücklicherweise konnte man sich auch zu zweit abseilen, was sehr schön ist, da man nicht auf sich allein gestellt ist. Es ist auf jeden Fall eine aufregende Erfahrung, eine solche Aktivität zum ersten Mal durchzuführen, und unten angekommen, waren wir voller Adrenalin und gleichzeitig erleichtert.

Abseilen in die Cueva de los Tayos

Erkundung der Höhle

Dem Pfad folgend erreichten wir das Lager in der Galerie „La Catedral“, wo wir unser Lager aufschlugen und eine 30-minütige Mittagspause einlegten. Nach der Pause hatten wir uns ein wenig erholt und hatten Lust, den Rest der Höhle zu erkunden. Wir besichtigten die Galerien des Altars und ließen uns die geologische Entstehung der Höhle und die darin lebenden Arten erklären.

Es war unglaublich aufregend, auch die berühmten Tayosvögel (dt.: Ölvögel) zu sehen, die Namensgeber der Höhle sind. Wir waren fasziniert, wie viele andere Dinge Teil der unterirdischen Höhle sind! Neben einem aquatischen Teil mit einem riesigen Wasserfall, in dem wir baden konnten, gibt es ein Amphitheater und einige weitere Galerien, die unter dem Namen „The Wild Thing“ bekannt sind. Doch das war nicht die letzte Überraschung des Ausflugs – vor der Abfahrt stellte unser Führer fest, dass der Nebenfluss aufgrund des starken Regens zu einer starken Strömung angewachsen war.

Um Probleme zu vermeiden, beschlossen die erfahrenen Führer, dass wir eine andere Ausstiegsroute nehmen sollten. Als wir am Lagerplatz ankamen, war es bereits 03:00 Uhr nachts, aber der Stolz über den erfolgreichen Abschluss der Herausforderung war auf jeden Fall größer als die Erschöpfung.

Wald Cueva de los Tayos

Auf den Spuren von Neil Armstrong

Der nächste Tag begann mit einem ausgiebigen Frühstück um 09.30 Uhr. Danach hatten wir etwas Freizeit, um uns frisch zu machen und die Galerie „El Altar“ zu fotografieren. Währenddessen bereiteten unsere Führer die Ausrüstung vor, um anschließend „La Cueva del Diablo“ zu erkunden. Ein Erlebnis, das wir wiederum nicht missen möchten, da es sich dabei um Stollen handelte, die noch nie zuvor erforscht wurden und daher nicht einmal auf der Karte eingezeichnet waren.

Wir beschlossen jedoch, nicht zu tief zu gehen, um Gefahren zu vermeiden. Schließlich freuen wir uns, an dem Stalagmiten vorbeizukommen, den einst Neil Armstrong besuchte, und wir nahmen ein erfrischendes Bad im Wasserfall. An diesem Tag kehrten wir früher, aber nicht weniger begeistert zum Camp zurück.

Stalagmiten in der Cueva de los Tayos

Rückfahrt zum Ausgangspunkt

Am nächsten Tag war es leider schon Zeit, abzureisen. Nach dem Frühstück kurz nach 7:00 Uhr machten wir uns bereit für den Rückweg. Wir packten unsere Rucksäcke, sammelten den Müll ein und stiegen noch einmal den 50-Meter-Anstieg hinunter. Dabei lernten wir die sogenannte „Flog“-Technik anzuwenden, bei der der Letzte die Rucksäcke mit Hilfe eines Flaschenzugsystems anhebt. Am Haus der Wamputsar angekommen, nahmen wir ein letztes Mittagessen ein und fuhren mit dem Kanu auf dem Coangos-Fluss weiter. Trotz der hohen Strömung kamen wir problemlos und sicher an. Wir bestiegen wieder das Boot und fuhren weiter bis zum Hafen von Yukiantza.

Mit dem Taxi kehrten wir am Abend nach Limón zurück, und als Souvenir bekamen wir sogar Shirts mit dem Aufdruck der Tayos-Höhle. Auf jeden Fall werden wir diese einzigartige Erfahrung, die wir während unserer Zeit in Tayos gemacht haben, nie vergessen. Wir haben uns zu jedem Zeitpunkt sicher und gut aufgehoben gefühlt und können den Ausflug daher jedem empfehlen, der Abenteuer und Natur, kombiniert mit Tradition und Kultur liebt. Die Höhlen sind auf jeden Fall einen Besuch wert!

Inneres der Höhle

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DIE AUTOREN:

Dorit Hansen

Dorit Hansen

Dorit reist seit 2004 regelmäßig nach Lateinamerika und hat auch schon mehrere Jahre in Ecuador gelebt. Mehr zu Dorit...

Xavier Arias León

Xavier Arias León

Xavier ist Mitbegründer von Solecu Tours und kennt sein Heimatland Ecuador durch seine langjährige Tätigkeit im Tourismus wie seine Westentasche. Mehr zu Xavier...

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