Ambato und Patate

Die meisten Touristen kennen den kleinen Ort Banos, welcher südlich von Quito an der Grenze zum Regenwald liegt. Wenigere kennen jedoch die Orte Ambato und Patate, die man auf dem Weg dorthin passiert. Im folgenden Blog werde ich euch von meinem Wochenende an diesen wunderschönen Ort berichten. Und eins sei gesagt: Diese Orte sind einen Besuch wert!

Ambato die Stadt der Blumen und Früchte

Die Stadt ist ca. 158 km von der ecuadorianischen Hauptstadt Quito entfernt und über die „Carretera Panamericana“ erreichbar. Dank der guten Straßenverhältnisse ist die Anreise in etwa 2,5 Stunden möglich. Ambato liegt in der Provinz Tungurahua in der Nähe des gleichnamigen Vulkans. Außerdem ist die Lagune Quilotoa, der Vulkan Chimborazo und das Paradies für Adrenalienjunkies Baños nicht allzuweit entfernt.

Kulinarische Spezialitäten

Ambato ist als Stadt der Blumen und Früchte bekannt und die vielfältige Auswahl an Früchten ist wirklich überwältigend. An den Straßenständen und in der Markthalle der Stadt findet man Früchte die ich persönlich noch nie gesehen habe. Dazu zählen beispielsweise Taxo, Borojó oder Naranjilla. Ein besonderer Tipp sind die Saftbars in der Markthalle „Mercado Central de Ambato“, dort lässt es sich super durch die verschiedenen Säfte probieren und die Früchte kennenlernen.

Eine weitere kulinarische Besonderheit der Stadt ist die „Colada Morada“. Diese Süßspeise ist im ganzen Land bekannt und wird traditionell eigentlich nur am 02.November zubereitet. In Ambato kann man es jedoch das ganze Jahr über bekommen. Das Rezept besteht aus Maismehl und einer Vielzahl an Früchten. Darunter sind beispielsweise Blaubeeren, Erdbeeren, Ananas und Heidelbeeren.

Das Stadtzentrum

Bei einem Besuch im Stadtzentrum fällt auf, dass es nur wenige historische Sehenswürdigkeiten gibt. Der Grund dafür ist das Erdbeben von 1949, welches große Teile der Stadt und des umliegenden Landes zerstört hat. Trotzdem kann man dort noch ein paar vereinzelte Bauwerke im Kolonialstil finden. Die beeindruckende Katedrale ist zwar verhältnismäßig neu aber nichts desto trotz einen Besuch wert. Im „Parque Montavalo“ lässt es sich gut entspannen, mit der perfekten Aussicht auf das riesige Gebäude.

Kathedrale von Ambato

Eine Straße weiter findet man auch schon das nächste Highlight: Ponche Suizo. Dieses Getränk gibt es schon seit 1952 in Ambato und sein Rezept wird seitdem geheimgehalten. Zwar ist der Ponche auch in anderen Städten zu bekommen, aber die Bewohner Ambatos schwören auf ihr eigenes und ursprüngliches Rezept. Die Grundzutaten sind Milch und Eier, es wird kalt verzehrt und die Konsistenz gleicht einer Dessert-Creme.

Aussischtspunkt

Als nächstes stand ein Aussichtspunkt auf dem Plan. Der Aussichtspunkt mit dem Namen: „Mirador Parque Forestal Casigana“ befindet sich auf einem Berg im Westen der Stadt. Von diesem Berg kann man entweder auf die Stadt hinabblicken oder aber in das gegenüberliegende Tal. Durch dieses Tal führt eine Straße direkt zum höchsten Vulkans Ecuadors, dem Chimborazo.

Landschaft um Ambato

Patate

Am nächsten Tag ging es nach Patate ins Tal des ewigen Frühlings. Die Landschaft ist dort, ebenso wie in Ambato, von Anbaugebieten geprägt und verspricht ein gleichermaßen vielseitiges Angebot an Früchten.

Im Park „Simón Bolívar” tummeln sich die Einheimischen und geniessen das Wetter und entspannen. Dort fallen besonders die großen bunten Buchstaben auf. Über dem Namen der Kleinstadt schmücken die Worte „Pueblos Magicos“ die Innschrift. Patate zählt zu den ecuatorianischen „Pueblos Magicos“, also den magischen Ortschaften. Diese Auszeichnung verleiht das Tourismusministerum an Orte welche einen besonderen Wert für den Tourismus haben. Ecuador hat bis jetzt 21 dieser Orte, darunter sind beispielsweise Esmeraldas an der Küste des Landes, die Isla Floreana oder auch San Antonio de Ibarra.

Buchstaben Patate

Aussichtspunkt

Ein Geheimtipp in Patate ist der neue Aussichtpunkt „Zona de camping Angel Maria“. Dieser liegt ca. 20 Fahrminuten nördlich der Kleinstadt und bis auf die letzten 200m ist er mit dem Auto zu erreichen. Danach geht es zu Fuß etwa 200m bergab zu einer hölzernen Plattform in der Form einer Hand. Außerdem verfügt das Grundstück noch über zwei Schaukeln mit einer wunderschönen Aussicht. Die perfekte Fotolocation! Für diese schöne Aussicht muss man nur 1$ bezahlen.

Aussichtspunkt von Patate

Typisch ecuatorianisches Mittagessen

Nach dem Aussichtspunkt ging es zurück ins Tal. Dort angekommen gab es ein typisch ecuatorianisches Mittagessen namens „Volquetero“. Dieses Gericht wird mit sogenannten Chochos (Anden-Lupinen), Cancha (gerösteter Mais), Chifles (Bananenchips) und Tunfisch-Ceviche serviert. Für mich, als Vegetarierin, wurde der Tunfisch durch Avokado ersetzt. Dieses Gericht gibt es jedoch nicht immer mit den gleichen Zutaten, denn das schnelles Gericht wird von Region zu Region unterschiedlich zubereitet.

Volquetero Ambato

Zum Dessert gab es abschließend noch die für Patate berühmten Arepas. Diese bestehen aus einer Kürbismasse mit Käsefüllung und werden in einem Blatt gebacken. Die verwendeten Gewürze erinnern ein bisschen an Weihnachten.

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DIE AUTOREN:

Dorit Hansen

Dorit Hansen

Dorit reist seit 2004 regelmäßig nach Lateinamerika und hat auch schon mehrere Jahre in Ecuador gelebt. Mehr zu Dorit...

Xavier Arias León

Xavier Arias León

Xavier ist Mitbegründer von Solecu Tours und kennt sein Heimatland Ecuador durch seine langjährige Tätigkeit im Tourismus wie seine Westentasche. Mehr zu Xavier...

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